Dienstag, 1. August 2017

Glanzkarton 
Mit dem Jahreskatalog, der seit Juni aktuell ist, hat Stampin'Up! Glanzkarton im Programm. Ihr findet ihn auf Seite 194 in der oberen Zeile. Nicht zu verwechseln mit Farbkarton Seidenglanz! , dieselbe Seite in der Mitte, links unter "Farbkarton A4".
Dieses Missverständnis musste gestern abend beim Workshop erst einmal geklärt werden.
Farbkarton Seidenglanz ist super geeignet für Aquarelltechniken. Mein Workshop gestern lief aber unter dem Motto "Glanzkarton". Dieser ist auf einer Seite glänzend und die Rückseite ist matt. Die Wirkung dieses Kartons ist wie Postkarten, also schön glänzend. Beim Bestempeln muss man vorsichtig sein, denn die Oberfläche ist rutschig. Sie lässt sich aber wunderbar auf vielfältige Weise bearbeiten und gibt fantastische Hintergründe. Der einzige Nachteil ist, dass die Empfänger einer solchen Karte der Meinung sind, Ihr hättet sie nicht selber gemacht, sondern gekauft. Ich rede da aus eigener Erfahrung. Originalton:" Für jeden bastelt du eine Karte selber, und mir kaufst Du eine!" Über die Reaktion war ich damals ziemlich sauer. Hatte ich doch mein erstes Exemplar, das normalerweise in meine "Musterkiste" kommt, direkt weiter verschenkt, weil ich davon so begeistert war. Aber zurück zum Workshop.
Ich hatte diverse Möglichkeiten gezeigt, wie man auf diesem glänzenden Material wundervolle Effekte erzielt.
Eine Idee hatte ich übernommen aus unserem Quartalsheft für Stampin' Up! Demonstratoren:
Mit der Schwammwalze oder einem Schwämmchen wird hierfür Farbe auf den Glanzkarton aufgetragen. Je öfter ich über eine Stelle arbeite, umso farbintensiver wird sie. Damit lassen sich wunderschöne Farbverläufe gestalten. Anschließend habe ich mit den Fingern ein paar Wassertropfen aufgepritzt. An den Stellen löst sich die Farbe wieder etwas an und wird heller. Die Orchideen habe ich dann auf flüsterweißem Farbkarton in Sommerbeere gestempelt. Mit den passenden Framelits und der Big-Shot habe ich die einzelnen Teile ausgestanzt und zu Blüten zusammengesetzt. Die Zweige und den Gruß habe ich in espresso direkt auf den farbigen Glanzkarton gestempelt. (Achtung: rutschig!) ZumSchluss kam alles auf eine Grundkarte in Sommerbeere. Die Orchideen habe ich mit Dimensionals aufgeklebt.
Leider kommt auf dem Foto der Glanzeffekt nicht so raus. Der ist wirklich toll und macht unheimlich was aus.
Eine weitere Variante habe ich bei meiner amerikanischen Kollegin Dawn Griffith gesehen. "Polished Stone Technik" nennt sie es. Dafür nimmt sie einen Wattebausch und gibt da etwas Brennspiritus drauf. Ein Tropfen Nachfüllfarbe kommt dazu und dann wird auf dem Glanzkarton die Farbe aufgetupft. Durch den Alkohol trocknet die Farbe relativ schnell und man kann zügig weiter arbeiten. Ich habe verschiedene Farbkombinationen mit je drei stimmigen Farben gemacht. Dies sind meine daraus entstandenen Karten:
Currygelb, Jeansblau und Oblivgrün sind im Hintergrund. In Memento Schwarz habe ich die Baumgruppe aus dem Stempelset Lovely As a Tree (S. 137) gestempelt. Das gefiel mir so gut, dass ich eine weitere Farbkombi ausprobieren musste: Currygelb, Kürbisgelb und Chili habe ich als nächstes ausprobiert:
"Winterimpressionen" kam mir in den Sinn und so folgte eine Karte in Aquamarin, Ozeanblau und Jeansblau:
Und wenn Ihr jetzt den Glanz sehen könntet. Der lässt die Karten so professionell aussehen. Einfach schade!
Auf dem Glanzkarton könnt Ihr auch Embossen. (Denkt nur daran, dass der Glanzkarton rutschig ist.) Ich habe die Rose aus dem Stempelset Graceful Garden (S.57) mit Versamark auf meinen Hintergrund gestempelt und mit weißem Stampin' Emboss Prägepulver und dem Erhitzungsgerät embosst.
Nachdem ich Euch nun meine Beispielkarten gezeigt habe, wird es Zeit für die Ergebnisse meiner Workshopteilnehmerinnen.
Hier seht Ihr endlich den Glanz. *zwinker*
Eine weitere Variante der Gestaltung auf diesem wundervollen Glanzkarton zeige ich Euch im nächsten Bericht. Wenn Ihr die Workshop-Fotos genau betrachtet, entdeckt Ihr sie bestimmt schon.

Bis dahin "eine gute Zeit" wünscht Euch
Euer Stempelkeks
Christina



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